Energiestiftung Sintfeld unterstützt selbständige Mobilität von Flüchtlingen

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Fahrradunterstand finanziert

Bad Wünnenberg. Behördengänge erledigen, Lebensmittel einkaufen oder einfach nur sportlich die Umgebung erkunden: Die Flüchtlinge aus der Unterkunft am Zinsdorfer Bruch erledigen diese Wege meist per Fahrrad. Damit das auch in den Wintermonaten so bleiben kann, hat die Energiestiftung Sintfeld eine ungewöhnliche, aber sehr praktische Idee umgesetzt. Direkt neben der Flüchtlingsunterkunft ist ein 8×4 Meter großer Fahrradunterstand entstanden. Dort sind die Räder vor Regen und Schnee geschützt und bleiben so entsprechend länger heile und nutzbar. Die Idee von Stiftungsvorstand Ulrich Klinke konnte mithilfe von örtlichen Unterstützern umgesetzt werden. Das Bad Wünnenberger Architekturbüro Walter Scholand erstellte ehrenamtlich Statik und Baupläne. Und der Handwerker Christoph Ebbers zimmerte den hölzernen Unterstand zurecht. Das Satteldach des „Schuppens“ wurde mit Dachpfannen belegt.

„Integration klappt besser und schneller, wenn die Asylsuchenden selbständig unterwegs sein können.“ – begründen die Stiftungs-Vorstände Ulrich Klinke und Friedbert Agethen die Spende von 10.000 Euro. Die Stiftung hatte im Frühsommer angekündigt, gezielt weitere Projekte im Rahmen von Flüchtlingshilfe zu unterstützen. Schon seit längerem werden zum Beispiel Deutschkurse für die NeuBürger finanziert. Möglich wird das durch Erlöse aus dem Windpark Haaren-Leiberg. Die Energiestiftung Sintfeld vergibt regelmäßig Gelder daraus an Bad Wünnenberger Bürger und Vereine in den Bereichen Kunst, Kultur, Sport und soziale Zwecke. Künftig soll in dem neuen Fahrradunterstand auch eine Werkbank untergebracht werden, damit die Asylsuchenden dort kleinere Reparaturen selbst durchführen können. Dass die Flüchtlinge überhaupt mit Rädern mobil sein können, ist auch Michael Hahn zu verdanken. Der Fürstenberger hat im Bad Wünnenberger Stadtgebiet in den letzten Monaten schon an die 100 gebrauchten Räder ehrenamtlich wieder flott gemacht.

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